Quintessenz
Interpreten
Thomas Zehetmair . Leitung
Anuschka Cidlinsky . Viola
Nikolaus von Bülow . Violoncello
Stuttgarter Kammerorchester
Programm
Felix Mendelssohn
Streichersinfonie Nr. 12 g-Moll
Thomas Zehetmair
Doppelkonzert für Viola und Violoncello
(oder alternativ: Joseph Haydn . Cellokonzert C-Dur)
Franz Schubert
Quintett C-Dur D 956 (arr. für Streichorchester)
„Mozart und Beethoven sind Genies – aber Schubert! Schubert ist ein Wunder!“ (Marc Chagall)
Frühwerk, Spätwerk… lässt sich das bei Komponisten wie Mendelssohn oder Schubert überhaupt sagen? Beide wurden sie nicht alt. Beide haben schon so früh so viel und so umwerfend gute Musik geschrieben. 1823 komponiert Felix Mendelssohn die 12. Streichersinfonie g-Moll im Alter von 14 Jahren, und schon zu dieser Zeit ist dem Jugendlichen eigentlich nichts mehr beizubringen. Franz Schubert erlebt mit 31 Jahren einen Schaffensrausch ohnegleichen. Ob er ahnt, dass es sein letzter sein wird? Das visionäre Quintett C-Dur – 1828 für zwei Violinen, nur eine Viola, aber zwei Celli konzipiert– betont die dunkleren Register und vereint Monumentalität mit Innigkeit. Für Schubert ist es weniger ein nostalgischer Abschluss als ein Aus- und Aufbruch in etwas Neues, Überzeitliches und seine ganz persönliche Art, das Gesetz der Endlichkeit auszuhebeln. Dieses ausgefeilte Mendelssohn-Schubert-Doppel komplettieren das SKO und sein Chefdirigent mit Zehetmairs eigenem Doppelkonzert von 2025, bei dem ein ungewöhnliches und exzellent besetztes Duo aus Viola und Cello die „erste Geige“ spielt.
Datum
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